Aktuelle Anbauverfahren, Kulturen und die Besonderheiten des ökologischen Landbaus
Felderbegehung auf dem Demobetrieb Mayerhofer
Rund 80 Interessierte folgten im Juni 2026 der Einladung des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Passau und des Betriebs Mayerhofer zur gemeinsamen Felderbegehung auf dem ökologisch wirtschaftenden Demobetrieb bei Ortenburg.
Um 18 Uhr trafen sich die Teilnehmer, um sich vor Ort über aktuelle Anbauverfahren, Kulturen und die Besonderheiten des ökologischen Landbaus zu informieren. Dabei schien das Wetter zunächst nicht mitspielen zu wollen. Kurz vor Beginn setzte noch Regen ein. Pünktlich zum Start der Veranstaltung verzogen sich jedoch die Wolken und sorgten für beste Bedingungen. Nach der Begrüßung von Betriebsleiter Georg Mayerhofer und Stefan Wipplinger vom AELF Passau ging es los mit der Rundfahrt zu den Felder.
Was im konventionellen Anbau häufig durch chemisch-synthetischen Pflanzenschutz geregelt wird, muss im ökologischen Landbau durch ein Zusammenspiel aus Fruchtfolge, Sortenwahl, Bodenbearbeitung, Aussaattechnik und mechanischer Unkrautbekämpfung gelöst werden. Dabei betonte Mayerhofer immer wieder, dass es ihm nicht um einen Vergleich zwischen konventioneller und ökologischer Wirtschaftsweise gehe. Vielmehr stehe das Verständnis für die jeweiligen Systeme und deren Funktionsweise im Vordergrund. Genau dieses Verständnis vermittelte die Felderbegehung. Den Teilnehmern wurde nicht nur erklärt, welche Maßnahmen durchgeführt wurden, sondern auch, welche Prozesse im Boden, in den Pflanzen und im gesamten Agrarökosystem ablaufen. Dadurch konnten auch konventionell wirtschaftende Landwirte Impulse mitnehmen und neue Blickwinkel auf pflanzenbauliche Zusammenhänge gewinnen.
Mais, eine Roggen-Wicken-Mischung für die betriebseigene Biogasanlage, eine Anbaumischung aus Ackerbohnen und Winterhafer, Winterweizen sowie Sojabohnen, die direkt in einen stehenden Grünroggenbestand gesät wurden. Besonders die letztgenannte Anbauvariante stieß auf großes Interesse. Sie entstand im Rahmen einer Zusammenarbeit zwischen dem Betrieb Mayerhofer, dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten sowie dem Reallabor der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL). Das Projekt unterstützt mehrere Demobetriebe im südlichen Landkreis dabei, neue Ideen und Forschungsansätze in die landwirtschaftliche Praxis zu übertragen und unter realen Bedingungen zu erproben.
Im Anschluss an die Begehung nutzten viele Teilnehmer die Gelegenheit zum fachlichen Austausch in geselliger Atmosphäre. Für einen Höhepunkt sorgten dabei die von Georg Mayerhofer und seiner Frau Katrin persönlich zubereitet und servierten Holzland Wagyu Burger, aus der eigenen Aufzucht. Ein gelungener Abschluss für eine Felderbegehung der anderen Art.



