Frühlingsernte - frisch, vielfältig und regional

Bärlauchstrudel mit Gänseblümchen

Der Frühling bringt eine Fülle an Wildkräutern, die Gerichten ein intensives Aroma und wertvolle Nährstoffe verleihen. Besonders beliebt ist der Bärlauch: Schon früh im Jahr zeigt er mit seinen kräftigen, knoblauchartigen Blättern, dass die Saison für frische, wilde Aromen begonnen hat.

Wildkräuter wie Bärlauch, Brennnessel, Giersch Löwenzahn, Schafgarbe und Sauerampfer lassen sich vielseitig verwenden — von Salaten über Pestos bis zu Suppen — und sparen lange Transportwege, wenn sie regional verwendet werden. Außerdem besitzen sie viele wertvolle Inhaltsstoffe und haben eine positive Wirkung auf die Gesundheit. Beim Sammeln gilt: nur sicher zu identifizierende Pflanzen verwenden oder auf gekennzeichnete Bezugsquellen zurückgreifen, denn einige giftige Arten können ähnlich aussehen.

Vanessa Handl, Fachlehrerin an der Landwirtschaftsschule Passau, Abteilung Hauswirtschaft, brachte frische Zutaten in die Schulküche mit und bereitete gemeinsam mit den Studierenden einen Wildkräutersalat aus verschiedenen Wildkräutern sowie Gänseblümchen und Feldsalat aus dem Schulgarten zu. Mariniert wurde der Salat mit einem selbstgemachtem Himbeeressig. Dazu gab es ein selbstgebackenes Bärlauch-Zupfbrot. „Dies ist eine einfache, aber schmackhafte Kombination, die zeigt, wie saisonale Zutaten direkt und ohne großen Aufwand verarbeitet werden können“, betont Handl und ergänzt: „Die Studierenden üben dabei praktische Fähigkeiten in Vorbereitung und Zubereitung sowie Hinweise zur Lebensmittelsicherheit und schonenden Verarbeitung von Wildkräutern.“

Für die jetzigen Studierenden der Fachschule Hauswirtschaft war dies die letzte Praxiseinheit in der Küche, da die Schulzeit Ende März endete.

Ein Infoabend zum neuen Semester findet am 20.05. um 18:00 Uhr statt; die Anmeldung für den Infoabend und für das neue Semester erfolgt über:

Rezept: Bärlauch-Zupfbrot

Für den Hefeteig:

  • 500 g Weizen oder Dinkelmehl
  • ½ Würfel frische Hefe
  • 150 ml warmes Wasser
  • 100 ml Milch
  • 40 ml Olivenöl
  • 1 TL Agavensirup oder Zucker
  • 2 TL Salz

Für die Bärlauchbutter:

  • etwa 80 g Bärlauch
  • 150 g Butter
  • 1 TL Salz
  • ½ TL frisch gemahlener Pfeffer

Zum Bestreichen:

  • 2 EL Milch
  • 1 Prise Kurkuma
Zubereitung:

1. Aus den genannten Zutaten einen Hefeteig herstellen. Mit etwas Öl bestreichen und etwa 1 Stunde abgedeckt gehen lassen, bis er sich verdoppelt hat.

2. Währenddessen den Bärlauch hacken und in einer Schüssel mit Butter, Salz und Pfeffer vermengen.

3. Eine Kastenform gut einfetten. Den Teig nochmals kurz durchkneten, dann zu einem dünnen Quadrat ausrollen.

4. Die Füllung darauf verteilen (1 cm Rand frei lassen) und das Quadrat quer in 6 gleich breite Streifen schneiden. Anschließend das Quadrat längs der Mitte halbieren. Jetzt entstehen 12 Teigstreifen.

5. Je 3 Streifen aufeinanderlegen. Die gestapelten Streifen dritteln. So entstehen 12 Stapelpäckchen von ca. 8 × 8 cm. Die Kastenform senkrecht stellen.

6. Die Teigpäckchen übereinander in die Form schichten. Die Form wieder auf ihren Boden stellen und die Teigstücke etwas auseinanderziehen. Das Brot nochmals 20 Minuten gehen lassen.

7. Backofen auf 200 °C O./U. vorheizen. Brot für mehr Glanz mit etwas Milch (mit Kurkuma verrührt) bestreichen und 30 Minuten backen.